Es brauchte mehrere Versuche, bis das erste FC-Zugersee-Trainingscamp zustande kam. Doch wenn Pascal «El Presidente» Lötscher plant, dann richtig. Wochenlang wurde organisiert, telefoniert und gegoogelt. Das Resultat: ein viertägiges Trainingscamp des FC Zugersee an der spanischen Costa Blanca – sportlich fordernd, kulinarisch überraschend, teambildend und wettertechnisch absolut sonnencremepflichtig.
Frühmorgens brachen die Teilnehmer in Zug Richtung Flughafen Zürich auf. In Spanien angekommen, erwartete die Gruppe neben Sonne und guter Laune bereits die erste Trainingseinheit zur Orientierung im Raum – die Suche nach dem Car-Chauffeur. Im Hotel angekommen, startete sogleich die erste Trainingseinheit auf spanischem Boden: Team Blau vs. Team Weiss. Aufgrund der klimatischen Bedingungen verkam die erste Einheit trotz einiger fussballerischer Höhepunkte teilweise zu einem verkappten Konditionstraining. Die Junioren-Nationalteams aus Spanien, Österreich und der Türkei, welche im selben Hotel verweilten, zeigten sich deutlich hitzeresistenter. Nach einem gemeinsamen Abendessen folgte ein «aktiver Cool-down» in den Bars von Albir – Regeneration à la FC Zugersee.
Das Freitagsprogramm startete mit einem ausgiebigen Frühstück um 08.30 Uhr – zumindest für alle, die schon wieder feste Nahrung zu sich nehmen wollten. Nach einer erholsamen Siesta folgte ein Besuch der Stierkampfarena von Alicante. Geneigte Teammitglieder vermuteten in der anschliessenden Stadterkundung bereits eine mehr oder weniger freiwillige Konditionseinheit. Die beste Paella der Welt entschädigte die Teilnehmer jedoch für jeden gelaufenen Meter.
Samstagmorgen, 25 Grad – die Frisur hält. Auch wenn Team Blau mit einigen Schiedsrichterentscheidungen haderte, litt das Niveau auf dem Platz weniger stark, als der Vorabend vermuten liess. Nach dem Mittagessen stand eine E-Velotour auf dem Programm. Einige fanden den Weg zurück ins Hotel nur dank Google Maps, andere per Zufall. Zwischendurch konnten alle einer improvisierten Weindegustation beiwohnen – ein weiteres Highlight für alle Beteiligten. Fussballerisch wurde der Fokus auf Videoanalyse gelegt – im Public Viewing beim El Clásico in der Copa del Rey.
Am Sonntag folgte der krönende Abschluss: Nach dem Mittag fuhr das Team ins Estadio José Rico Pérez und sah Hércules gegen Alcorcón. Die Stimmung top, das Spiel solide, das Stadionbier überraschend alkoholfrei. Das Trainingslager liess man stilvoll mit einem weiteren kulinarischen Highlight sowie einer Verdankung der beiden Organisatoren des Trainingslagers ausklingen.
Fazit: Sonne, Schweiss, Fussball – und ein Team, das nicht nur fitter, sondern auch deutlich braungebrannter aus Spanien zurückkehrte. ¡Hasta la próxima, España!
